Aktuelles

Veredlungskurs für Rosen abgehalten

Der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege lud seine Gartenbauvereinsmitglieder heuer erstmalig zu einem Rosenveredelungskurs nach Rimbach ein. Sigi Müller als ausgewiesener Rosenspezialist führte den Kurs mit gut zwanzig Interessierte durch. Anfang bis Mitte August ist der richtige Zeitpunkt um die Okulation durchzuführen. Im Prinzip wird lediglich ein „Auge“ der gewünschten Rose in die Unterlage gesetzt aus welchem sich dann die Rose entwickelt. Hierbei ist allerdings einiges zu beachten denn der Vorgang muss äußerst fürsorglich durchgeführt werden. Nach einer theoretischen und praktischen Einführung durften sich alle selber versuchen. Strauchrosen wie Hochstämmchen wurden selbst veredelt oder vermehrt. Die Teilnehmer durften die selbst veredelten Rosen mit nach Hause nehmen wo man nächstes Jahr die erste Blüte erwarten kann.



 

Jubiläumsaktion des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege zum 125-jährigen Bestehen.

Im Jahr 1894 wurde in Nürnberg der „Bayerische Landesverband für Obst- und Gartenbau“ gegründet, aus dem der heutige Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege e. V. hervorgegangen ist. Das 125-jährige Jubiläum begeht der Landesverband mit einer Reihe von Aktionen und Veranstaltungen, zu der auch eine bayernweite Pflanzaktion eines Jubiläumsbaums gehört. Der Auftakt dieser Aktion fand am 4. Mai 2019 in Würzburg am Rande der offiziellen Festveranstaltung zum Jubiläum mit Gottesdienst im Dom und Jubiläumsfeier in der Residenz unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Dr. Markus Söder statt.
Aus Anlass des Jubiläums schenkt der Landesverband seinen 77 Kreisverbänden in Bayern eine Silber-Linde „Brabant“. Diesen Jubiläumsbaum pflanzte der Kreisverband Dingolfing-Landau in einer feierlichen Aktion am Jugendzeltplatz in Mamming. Hierzu konnte der Kreisvorsitzende Franz Aster die Ehrengäste willkommen heißen. Der Kreisverband selber ist in 53 Ortsvereinen mit aktuell über 9.800 Mitglieder aufgeteilt. Mit der landesweiten Pflanzaktion soll auf die über ein Jahrhundert währende, flächendeckende Bedeutung der Gartenbauvereine für den Obst- und Gartenbau, die Dorf- und Heimatverschönerung, den Umweltschutz und die Landeskultur in Bayern hingewiesen werden. Die als Jubiläumsbaum ausgewählte Silber-Linde, die seit ungefähr 1770 in Mitteleuropa angepflanzt wird, verkörpert einerseits die lange Tradition und die Verwurzelung des Landesverbandes und seiner Vereine mit der bayerischen Heimat. Andererseits zielt die Wahl der Silber-Linde auch bewusst in die Zukunft: Der von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau empfohlene „Zukunftsbaum“ ist besonders anpassungsfähig an die (Klima-)Änderungen. Ebenso passen sich der Landesverband und seine Gartenbauvereine mit ihren Angeboten und Tätigkeiten an die Herausforderungen der gesellschaftlichen und umweltbedingten Veränderungen an. Und ähnlich wie die Silber-Linde ein wertvoller Baum für Insekten ist, ist der Landesverband mit seinen Gartenbauvereinen auch in Zukunft wertvoll für den Erhalt einer intakten Natur- und Kulturlandschaft in ganz Bayern. Erhalt und Förderung der Artenvielfalt, Biodiversität, Verzicht auf Torf und Spritzmittel, Produktion von gesunden Lebensmitteln und Förderung von Flora und Fauna lebt jeder Gärtner, Tag für Tag. „Diese Linde, die beim Jugendzeltplatz gepflanzt wurde, soll auch ein Zeichen an die Jugend sein, dass wir, die Obst- und Gartenbauvereine, für die Verbundenheit zu unserer Jugend stehen und verantwortungsbewusst mit der Natur, also ihrer Zukunft umgehen“.

Bezirksvorsitzender Michael Weidner ging auf die Geschichte des Bezirksverbandes näher ein. 1894 wurde dieser in Nürnberg gegründet, Im Jahr 1989 hat sich der Kreisobstbauverband Niederbayern gegründet, der Bezirksverband Niederbayern ist also bereits 121 Jahre alt. Zum 110-jährigen Jubiläum habe man eine Chronik erstellt, in der die Entwicklung der Gartenbauvereine in Niederbayern festgehalten ist. Im Landkreis Dingolfing -Landau ist vor allem die Zusammenführung der beiden Kreisverbände von großer Bedeutung, federführend mit Alois Schrögmeier, der an diesem Tag leider nicht anwesend sein konnte. Ihm habe man im Kreisverband viel zu verdanken.
Bürgermeister Georg Eberl ging darauf ein, dass man in der heutigen Zeit meinen könnte, der Naturschutz wird gerade neu erfunden. Dabei leisten gerade die Obst- und Gartenbauvereine in diesem Bereich über ein Jahrhundert hinweg wertvolle und ausgezeichnete Arbeit. Zudem werde die Jugend auf den Weg gebracht und an die Natur herangeführt.
Stellvertretender Landrat Werner Bumeder betonte, dass sich mit dieser Aktion die Philosophie des Bezirksverbandes widerspiegelt. Man bleibe damit seinem Auftrag treu und wirkt auch in die nächsten Generationen hinein. Der Kreisverband selber dürfe auf eine 25-jährige Geschichte zurückblicken, es werde hervorragende Jugendarbeit geleistet. Den Obst- und Gartenbauvereinen wünschte er auf allen ebenen gutes Gedeihen, so wie diesem Baum, der Zeichen sein und zum Nachdenken anregen soll.
Kreisfachberater Andreas Kianteder erinnerte daran, dass heuer auch der Verband der Kreisfachberater in Bayern sein 100jähriges Jubiläum feiert. Die Wurzeln hat der „Kreisfachberater“ im Wesen der „Baumwarte“. Zur Verbesserung des Obstanbaues und zur Pflege der vielfach an Straßen gepflanzten Obstbäume wurden früher haupt- und nebenamtliche Baumwarte angestellt. Aus den Bezirksbaumwarten heraus entwickelte sich der Berufsstand der Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege an den Landratsämtern, der heute ein breitgefächertes Aufgabengebiet hat. Gemeinsam habe man bereits viel umsetzen und bewegen können, Dank ging in diesem Zusammenhang an den Landkreis, die Gemeinden sowie die Ortsvereine für die gewinnbringende Arbeit.

Beim Termin vor Ort waren der stellvertretende Landrat Werner Bumeder, Bürgermeister Georg Eberl, Bezirksvorsitzender Michael Weidner, Kreisfachberater Andreas Kinateder, Kreisvorsitzender Franz Aster mit den Vorstandsmitglieder Hildegard Hammerer, Harald Detterbeck, Ingrid Sattler, Franz Girnghuber und Ludwig Reithmeier, der zweiten Vorsitzenden des OGV Mamming Margit Günzkofer sowie Geschäftsleiter Ludwig Meindl.

Der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege e. V. ist die Dachorganisation von über 3.200 bayerischen Obst- und Gartenbauvereinen mit mehr als 535.000 Mitgliedern. Sein Ziel ist es, den Obst- und Gartenbau in Bayern, die Landespflege und den Umweltschutz zur Erhaltung einer intakten Kulturlandschaft und der menschlichen Gesundheit zu fördern. Er versteht sich als gesellschaftliche Kraft, die sich sowohl im urbanen als auch ländlichen Raum mit Wort und Tat für diese Ziele einsetzt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Vereine, die durch ein aktives Vereinsleben in ihrem Umfeld wirken. Der Landesverband möchte diese Aktivitäten seiner Mitgliedsverbände und der Gartenbauvereine mit einem umfassenden Dienstleistungsangebot und mit seinem verbandseigenem Obst- und Gartenbauverlag unterstützen und stärken. Seine monatliche Verbandszeitschrift „Der praktische Gartenratgeber“ gehört mit rund 120.000 Abonnenten zu den meistgelesenen Fachzeitschriften Deutschlands.

 

Alles Gute zum 70. Geburtstag Michael Weidner!


 

Führung im zertifizierten Naturgarten

Am 17. Mai lud der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Dingolfing-Landau zu einer Gartenführung in einen zertifizierten Naturgarten nach Ganacker zur Familie Glück ein. Nach der Begrüßung der Besucher bedankte sich Kreisvorsitzender Franz Aster bei der Familie Glück für die freundliche Öffnung der Gartenpforte. Schirmherrin der landesweiten Aktion ist landwirtschaftsministerin Kaniber. Andreas Kinateder stellte die Bewertungskriterien vor. Auch ein Naturgarten will gepflegt sein. Naturgarten bedeutet nicht der Wildnis freien Lauf zu lassen, sondern meint das bewusste Gestalten im Einklang mit der Natur. In der Gartenbewirtschaftung heißt das, mit der Natur zu arbeiten und nicht gegen Sie anzukämpfen. Von natürlichen Lebenskreisläufen lernen, heißt für den Gartenbesitzer Kompostwirtschaft zu betreiben, das Fördern von Nützlingen, Mischkultur und Fruchtfolge im Gemüsebeet zu planen, auf richtige Bodenpflege zu achten und Regenwasser zu nutzen. Ein stabiles ökologisches Gleichgewicht sollte das Ziel der gärtnerischen Pflege sein. Auch gestalterische Merkmale sind ein  Element des Naturgartens.

Anschließend an die Grußworte stelle Werner Glück den Garten vor. Was auf den ersten Eindruck wie normales Grün erscheint macht nach seinen Ausführungen alles einen Sinn. Der Garten ist wie das Leben auf Vielfalt ausgelegt. Viele heimische Pflanzen gesellen zwischen eine Vielzahl historischer, robuster Rosensorten um den Spiel- und Gemüsebereich. In der Hecke dürfen Kinder Ihren Geheimgang anlegen und als Bodendecker dürfen es auch mal Wild-Erdbeeren sein. Besonders beeindruckend war die intakte Blumenwiese mit den Streuobstbäumen die teilweise selbst veredelt werden. Verschiedene Nützlingsunterkünfte und Lebensräume wie Totholzhaufen wurden besprochen. Werner Glück erwies sich als ausgewiesener Pflanzenspezialist und konnte viele Fragen dazu beantworten. Gegen Abend schloss man die Runde bei einer gemütlichen Brotzeit und tauschte sich aus.

Bei Fragen zur Naturgartenzertifizierung wenden Sie sich an Andreas Kinateder am Landratsamt Dingolfing-Landau oder informieren Sie sich dazu auf der Webseite des Kreisbandes für Gartenbau und Landespflege Dingolfing-Landau.

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„Bei uns gibt es das Fachwissen zur Artenvielfalt“

Franz Aster und Andreas Kinateder: „Man muss Verständnis entwickeln, nicht nur Gesetze“.

Die derzeit laufende Abstimmung für das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ beschäftigt auch die Gartenbauvereine. In der aktuellen Diskussion um das Artensterben werden auch die Gartenbesitzer kritisiert – zu Unrecht, finden Andreas Kinateder, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege, und Franz Aster, Vorsitzender vom Kreisverband für Gartenbau. „Das Thema Artenvielfalt wird von uns schon seit Jahren mit einer Vielzahl von Aktionen gefördert“, betonen die Beiden.

Wichtig ist Aster und Kinateder, dass den Gartenbesitzern in der Debatte nicht der Schwarze Peter zugeschoben wird. In den sozialen Medien kursieren gerne Bilder von modernen Gärten, die aus gekiesten Wegen, verziert mit großen Steinbrocken, bestehen. „Diese Gärten gibt es zwar leider auch, aber eben nicht nur“, befindet Andreas Kinateder, der zweierlei Trends beobachtet.

„Neben dem Hang zum modernen Steingarten gibt es auch die entgegengesetzte Strömung: Junge Familien, die ganz bewusst einen artenreichen Garten anlegen.“

Das Fachwissen, wie man einen Garten artenreich gestaltet, gibt es bei allen Gartenbauvereinen

Die Erhöhung der Artenvielfalt war schon 2018 ein Schwerpunktthema des Landesverbandes mit Artikeln in Verbandszeitschrift, erinnern sich Andreas Kinateder und Franz Aster.

Seit 1980 werden an alle Gartenbauvereine Bäume für die jährlichen Pflanzaktionen ausgegeben, daraus sind mittlerweile fast 2 500 Obstbäume gewachsen, meist auf eigens zur Verfügung gestellten kommunalen Flächen. Überdies sind unzählige Pflanzungen durchgeführt worden, die für zahlreiche Blühflächen im Landkreis sorgen. Seit 2014 beteiligen sich die Vereine an der Aktion „Niederbayern blüht auf“. Im fünften Jahr entspricht das 100 Flächen, die im Landkreis verteilt sind. 2018 ist überdies die Aktion Frühlingsblüher durchgeführt worden. 40 Vereine und Schulen haben Pakete mit Blumenzwiebeln gepflanzt und damit für die erste Insektennahrung des Jahres gesorgt.

Was jetzt gefordert wird, ist bei uns längst Programm und trotzdem ließ sich der Artenrückgang in unserer Region nicht aufhalten. Umso mehr muss man sich das Thema für die Zukunft auf die Agenda schreiben.

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Die Erhöhung der Artenvielfalt war schon 2018 ein Schwerpunktthema des Landesverbandes mit Artikeln in Verbandszeitschrift, erinnern sich Andreas Kinateder und Franz Aster. Foto: Bormeth

 

Vorstandsfrühstück in Rottersdorf

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Jahreskalender 2019 zum Download


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Jahreshauptversammlung 2019

„Die Obst und Gartenbauvereine können eine Erfolgsbilanz vorweisen“, unterstrich amtierender Landrat Werner Bumeder bei der Versammlung des Kreisverbandes am Mittwochabend im Gasthaus Scheuenpflug.



Die 53 Gartenbauvereine steuern auf die 10 000er Marke zu, damit ist rund jeder zehnte Landkreis-Bürger Mitglied in einem der OGV’s, eine „bewundernswerte Quote.“

Der stärkste Mitgliederzuwachs im vergangenen Jahr gelang Pilsting mit 21 neuen Vereinszugehörigen und damit einer Steigerung von fast zehn Prozent. Das mag wohl auch an dem beliebten Tag der offenen Gartentür gelegen haben, der vor zwei Jahren in der dortigen Marktgemeinde stattgefunden hatte.


Kreisvorsitzender Franz Aster begrüßte zur Hauptversammlung Vertreter der 53 Ortvereine, Landrat Bumeder, Bürgermeister Markus Baierl und Bezirksvorsitzenden Michael Weidner. In seinem Jahresbericht blickte er auf das abgelaufene Jahr zurück. „Der Zuwachs ist umso stärker, je aktiver der Ortsverein mit Veranstaltungen ist“, bestätigte Aster die Grußworte des amtierenden Landrates. Die drei stärksten Vereine sind Weichshofen (im August 500. Mitglied), Mamming und Simbach.


Auch einige Vorstandswechsel gab es im Kreis. In Großköllnbach löste Martin Laimer den seit 1990 amtierenden Vorsitzenden Johann Mühldorfer ab, in Aiglkofen folgte Magdalena Graßl auf Franz Girnghuber, der ebenfalls seit 1990 im Amt war. Bernadette Bindl folgte auf Gabi Schneil, die in Ottering seit 2008 den Vorsitz inne hatte, und in Mettenhausen folgte Klaus Hartl auf den seit 1998 Vorsitzenden Franz Hellinger. Alle vier wurden vom Kreisvorsitzenden für ihre langjährige Tätigkeit geehrt. Auch die neuen Vorsitzenden erhielten Präsente. Einen Geschenkkorb überreichte Aster an Franziska Schelske für den Auftritt bei der BZV-Versammlung der Jugend.

Ob Basiskurs für Einsteiger bei Streuobstpflege, Baumpflege oder Anlage von Blühflächen, auf Kreisebene war einiges geboten. Herausragend aber war wieder die Kreisjugendversammlung, die diesmal in Haidlfing stattgefunden hatte. „Wir wollen unseren Kindern eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung anbieten und sie mit der Natur vertrautmachen“, sagte Aster zum erklärten Ziel der Gartler.

Auch die Baumspende erhielt wieder jeder der 53 Obst- und Gartenbauvereine, ein Hochstamm der Sorte Weihrouge. „Der ausgewachsene Baum wird mit Sicherheit unser Landschaftsbild bereichern“, so Aster. Neu ist im Kreisverband auch die erste ausgebildete Streuobstwiesen-Pädagogin. Manuela Lorenz ist sogar zertifiziert und zeigte auf Verbandsebene den Gartlern, wie man sich mit dem Nachwuchs in Sachen Obstbau beschäftigen kann.

Auch heuer soll wieder der Landkreis-Most gekürt werden. Diesmal ist Frichlkofen für den Wettbewerb verantwortlich. Der dortige OGV hatten den letztjährigen Wettbewerb in Landau gewonnen. „Bitte sprechen Sie diejenigen an, die letztes Jahr wieder Most angesetzt haben, sich mit zwei Flaschen am Wettbewerb 2019 zu beteiligen“, bat Franz Aster. Der Tag der offenen Gartentür fand letztes Jahr in Lengthal statt, bestens vorbereitet vom Vorsitzenden Sepp Bachner mit seinem Team. „Die Besucher waren begeistert. Es dürften wieder einige tausend gewesen sein“, sagte der Kreisvorsitzende und blickte auch auf den diesjährigen offenen Gartentür-Tag, am 30. Juni von 10 bis 17 Uhr in Großköllnbach.


Eine Jahresvorschau hatte Kreisfachberater und Verbandsgeschäftsführer Andreas Kinateder vorbereitet. Er hob die Kreisjugendversammlung am 9. März im Postsaal Mengkofen heraus, dabei findet auch die Prämierung des Wettbewerbs Streuobstwiesen statt. Erstmals wird die Veranstaltung kombiniert mit einem professionellen Theater, dass das Stück „Die Wiese“ aufführt.


Der ehemalige Kreisvorsitzende Alois Schrögmeier bietet für die Ortsverbände am 27. April einen Fotokurs an. So lernen die Mitglieder die schönen Momente und Motive im heimischen Garten mit der Kamera festzuhalten – vorwiegend
mit der Makrofotografie.

Geplant sind wieder etliche Kurse, aber auch Fahrten, zum Beispiel nach Wels zur messe „Blühendes Österreich“ am 7. April oder zur Landesgartenschau Wassertrüdingen für Vereinsvorsitzende am 30. Juni. Die Bundesgartenschau Heilbronn soll am 4. Mai besucht werden. Die Kreisjugendfahrt führt am 26. Oktober nach St. Englmar zum Waldwipfelweg.


Bürgermeister Markus Baierl zeigte sich in seinem Grußwort stolz auf die sechs Gartenbauvereine in seinem Gemeindegebiet. Statistisch sei sogar fast jeder fünfte Moosthenniger Mitglied in einem OGV. Diese seien eine „Bereicherung ohne Ende“, unterstrich er und verwies auf das umfangreiche ehrenamtliche Engagement, ob Ferienprogramm, Feste oder Aktionen.


Den Tag der offenen Gartentür wertete er als einen großen Erfolg. Bezirksvorsitzender Michael Weidner sagte, Niederbayern habe rund 76.000 Mitglieder in Obst- und Gartenbauvereinen. Angesprochen wurde bei der Versammlung auch das Volksbegehren zur Artenvielfalt mit dem Titel „Rettet die Bienen“, für das sich Interessierte bis 13. Februar eintragen können. „Es geht nicht nur um die Bienen“, wurde unterstrichen, „jeder einzelne sollte sich dazu Gedanken machen!“




 

Der Kreisverband gratuliert der ersten Streuobstwiesenpädagogin in Niederbayern

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Vergangenen Donnerstag lud die Vorstandschaft des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege zu einer Arbeitssitzung ein, in der Manuela Lorenz aus Hagenau zur Zertifizierung als Streuobstwiesenpädagogin gratuliert wurde. Sie hatte dazu einiges auf sich genommen, denn die Ausbildung wird bisher in Bayern noch nicht angeboten. So musste sie den Kurs in Baden-Württemberg besuchen. In Oberbayern hat sie bereits Kolleginnen, aber in Niederbayern ist sie die Erste, die sich zertifizieren ließ.

Der Vorsitzende des Kreisverbandes Franz Aster überreichte dazu einen Geschenkkorb und bedankte sich für das aufgebrachte Engagement. Dem Kreisfachberater Andreas Kinateder ist der pädagogische Teil der Ausbildung besonders wichtig. Man hat mit Manuela Lorenz nun im Landkreis eine geschulte Projektpartnerin, mit der man Aktionen mit Kindern und Jugendlichen für Unterrichtsmodule im schulischen Bereich, aber auch individuell für Vereinsaktivitäten durchführen kann. Streuobstwiesen sind ein ganz besonderer Lebensraum, der von großen Obstbäumen geprägt ist. Wenn wir keine Leute mehr finden, die sich dafür einsetzen, gehen diese Lebensräume, aber auch das wertvolle Obst verloren das dort wächst. Bewusste Ernährung mit Produkten aus der Region ist gesund und immer mehr gefragt. Verbraucher hinterfragen weltweiten Warenhandel bei Lebensmitteln. Obst und Säfte, z.B. von Streuobstwiesen aus dem Landkreis, sind ein Baustein gesunder Ernährung.

Kinateders Wunsch wäre es, dass die Schulen Streuobstwiesen mit einem dafür speziell ausgebildeten Führer besuchen würden und so bereits den Kindern die oft unterschätzte Wichtigkeit dieses Lebensraums nahegebracht werden könnte. Streuobstpädagogen sind dafür geschult, das Interesse verschiedener Altersgruppen rund um das Thema zu wecken. So könnte durch Aktivitäten rund ums Jahr mehr Achtsamkeit und Verantwortungsbewusstsein entstehen und man müsste sich um den Fortbestand der Obstwiesen keine Sorgen machen. Manuela Lorenz bedankte sich für die Gratulationen zur bestandenen Prüfung, die ziemlich anspruchsvoll gewesen war und berichtete, was sie motivierte, diesen Lehrgang zu besuchen: “Wie schon erwähnt, ist die Streuobstwiese ein Naturstandort, der neben dem wirtschaftlichen Nutzen für den Menschen auch hohe Bedeutung für unsere Tier- und Pflanzenwelt hat. Die Streuobstwiese ist ein Lebensbereich, der zwischen Wald und Wiese changiert. So finden hier viele unterschiedliche Tier- und Pflanzenarten Heimat und Nahrung. Sie ist ein in sich funktionierendes Biotop, das durch die Nutzung des Menschen entstanden ist, jedoch mit der Ausnutzung und Ausbeutung der Natur nichts gemein hat. Hier finden Geben und Nehmen noch im Einklang statt. So würde z.B. die Wiese ohne die Mahd verbuschen oder wie jetzt häufig üblich, durch nur mähen, ohne das Heu zu ernten, zu viel Schnittgut den Boden überdüngen und viele Kräuter-und Wiesenblumen verschwinden.

Ich wollte zuerst nur an einem kürzeren Fortbildungslehrgang teilnehmen, habe aber dann gesehen, dass das Thema Streuobst sehr viel komplexer ist, als man zuerst annimmt. So habe ich mich trotz der höheren Kosten, die ich zu tragen hatte, sowie des höheren Zeitaufwands dazu entschlossen, im Raum Stuttgart einen wirklich umfassenden Kurs zu besuchen, der auch von staatlichen Stellen zertifiziert ist. In Baden-Württemberg wird diesem Thema wesentlich mehr Bedeutung zugemessen als bei uns, so fördern dortige Landkreise nicht nur die Ausbildung, sondern unterstützen auch Projekte an Schulen organisatorisch und finanziell. Ich würde mir wünschen, dass dies auch bei uns im niederbayerischen Raum stärker erfolgt.“ Die frischgebackene Streuobstpädagogin bedankte sich abschließend bei der Vorstandschaft für das Geschenk und gab der Hoffnung Ausdruck, ihr neu erworbenes Wissen möglichst bald einsetzen zu können.

 

Gartenkurs für Gartenbauvereinsmitlieder abgehalten

Ettling, 17.11.18.
Unsere Gärten sollen Spaß machen. Spaß macht das Garteln wenn wir mit dem Gemüse- und Obstanbau im eigenen Garten Erfolge erzielen oder uns ein schön gestalteter Garten übers ganze Jahr Freude bereitet. Um erfolgreich zu sein, muss man sich Gartenwissen aneignen. Dazu fand am Samstag Vormittag wieder ein Kurs für Mitglieder aus Gartenbauvereinen in Leebs Dorfstubn in Ettling statt.

Kreisfachberater Andreas Kinateder lud zu drei Vorträgen zu den Themen Pflanzenkunde, biologischer Pflanzenschutz, sowie „die größten Gartensünden“ von den Kreisfachberatern aus Straubing und Deggendorf sowie Alois Schrögmeier ein und konnte dazu viele Interessierte begrüßen. Nächstes Jahr werden die Schnitt- und Veredelungskurse für Obstbäume zusätzlich mit einem Veredelungskurs für Rosen und einem Floristikkurs ergänzt.


 
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